Heyho,
letztes Wochenende war eines der ganz besonderen Art. Die 10-12 stündige Reise nach Córdoba hat sich definitiv gelohnt. Es war einfach nur klasse. Wir sind mit zwei Autos (10 Personen) in BsAs losgefahren. Es waren zwei „Gol“ (die kleine Version des „Golf“, dementsprechend war es super eng. Ich durfte, aufgrund meiner Länge, vorne sitzen – puh. Bevor es für mich losging musste ich ersteinmal mit Gepäck im überfüllten Colectivo (Bus) quer durch BsAs fahren um zum Treffpunkt zu gelangen – ich Dussel hätt‘ ja auch nen Taxi nehmen können. Aber da wollte der sparsame Deutsche mal 4€ einsparen. Am Treffpunkt angekommen waren bis auf ein Mädel ALLE pünktlich!!!
Ich bin vom Glauben abgefallen. Aber so ist das halt, wenn man nicht damit rechnet kommen unpünktliche Menschen pünktlich – Gruß an …. (die Person weiß wer gemeint ist) :P. Dann ging es auch schon los. Wir haben über eine Stunde gebraucht um aus Buenos Aires zu kommen. Die Stadt ist der Hammer. In Summe brauchte ich damit 2,5h um BsAs zu verlassen. Nach 4h haben wir Rosario passiert. (Dort wird das DTH Konzert sein.) Auf der Strecke mussten wir Maut bezahlen. (drei Mal). Wir mussten sage und schreibe $1,40 (0,30€) bezahlen! Dafür lohnt es sich doch gar nicht die ganze Autobahn zu behindern und die Leute in die Schalter zu setzen. Wenn übrigends mehr als 7 Autos in der Schlange standen mussten die Autobahnbesitzer die Schranke hochmachen und alle konnten gratis passieren. (Gesetz). Nach 5 Stunden habe wir die erste Pause gemacht. Zu dem Zeitpunkt waren wir bereits umzingelt von Bacas (Rinder). Überall!!!!! Der Wahnsinn. Also angekommen in der Wüste umzingelt von Rindern ging es in Tankstelle auf WC. Aber seht selbst. 😛
Verständlicher weise haben wir uns rechtzügig wieder auf den Weg gemacht. Die ganze Zeit haben wir während der Fahrt gefeiert. Ich habe das noch nie erlebt. Keiner war müde oder lustlos. Die ganze Fahrt fun. – Bienvenido a America del Sur. Man verlässt ja recht selten ein Auto heiser. 😉 Gegen Abend konnten wir einen atemberaubenden Sonnenuntergang sehen. In der Nacht haben wir dann Abendbrot gegessen. (Ist hier alles etwas später.) Als wir dann die Provinz Córdoba erreichen waren es nur noch 150km. ABER die hatten es in sich. Es gab zwei Möglichkeiten – Abkürzung durch die Berge oder außenrum die Autobahn. Jahhaaaa, wär hätte es anders gedacht wir haben uns für die Abkürzung entschieden. Kurz nocheinmal in einem Dorf angehalten um nach dem Weg zu fragen und ab gings. Die Frau hat noch gesagt: Hier die Straße runter und dann den Berg rauf, das ist aber sehr schwer für das Auto. Wir haben nur abgenickt und ab die Post. Nach ca. 40 Minuten später befanden wir uns mitten im Geroll und Sand gefühlte 700 Meter höher. Bis wir uns dann endgültig verfahren haben. (Das haben wir gemerkt als die vermeintliche Straße direkt vor einem Tor einer Ranch aufhörte…) Die Strecke bisdahin war gekennzeichnet von Steigungen die ich bisher in KEINEM Winterurlaub gesehen habe. Dazu kam noch, dass die Straße nicht befestigt war und wir auf Sandgefahren sind. Sobald wir kein Gasgegeben haben sind wir rückwärts runtergerutscht. Das erste mal, dass ich schiss hatte in der Wildnis stecken zu bleiben. Bis auf freilaufenden Hunden war da NIEMAND.
Der Fahrer hat sich aufjedenfall entschieden umzukehren. Nach dem gemütlichen Weg über die Autobahn sind wir dann mit 2-3h Verspätung angekommen. Wir haben uns dann entschieden die nächste Kneipe zu stürben (wohlgemerkt um 4 Uhr morgens). Dort war dann ein übelsbesoffener Argentiner. (Der war scharf auf unsere Italienerinen.) Hat dann einige Tricks gezeigt und mit uns gefeiert. Danach wurde ich aufgefordert deutsche Lieder zu singen. Mir fiel aber kein passendes ein bis schließlich ein anderer Deutscher vorbei kam. Ich dachte puh, geschafft zusammen wird das schon klappen. Dann fing der an mit einem Lied und ich hatte KEINE Ahnung was der singt!! Da waren aber die Lacher auf meiner Seite als ich wie ein Depp daneben stand während der Bayrische Volkslieder gesungen hat.
Zicke Zacke, Zicke Zack, – Hoi, Hoi, Hoi
Ist hier das Wichtigste. Hier bedeutet das aber „Exen“, ist das in Deutschland auch so?!?! :O Als wir dann druckbedankt eine Stunde und viele Bier später rausgeschmissen wurden, ging es dann zurück nach hause.
Aber, da gab es doch einen kürzeren Weg am Fluss lang, nicht wahr?! – Na klar! Also sind wir eine Abkürzung den Flussaufwärts gegangen. Okay, 2 Stunden später haben wir feststellen müssen, dass es zwei Flüsse in diesem Dorf gibt.
To be continued…