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Erfahrungsreview – Südamerika

Dinge die ich gelernt habe:

Der Weg ist das Ziel. Geniesse den jetzigen Moment mit deinen Freunden und Mitmenschen. (Die nette Dame von der Pastafabrik hatte zu mir letztens gesagt: Du kommst ja auch nur wenn du Hunger hast. Da war ich etwas geschockt, natürlich komme ich nur wenn ich Hunger habe. Ich bin ja auch in einer Pastafabrik. Hier ist das alles etwas anders, hetze nicht soviel sondern genieße den jetzigen Moment mit deinen Mitmenschen.

Warum Geld verdienen um glücklich zu sein? Sei jetzt glücklich!  Warum 18 Stunden am Tag arbeiten um 2 Wochen auf die Malediven zu fliegen? Nutze doch lieber jeden Tag mit deinen Freunden und trink einen Tee zusammen, triff dich mit Ihnen etc. Somit hast du nicht 14 Tage pro Jahr Spaß sondern 365.

Ich mag die Steuern in Deutschland. Das klingt jetzt etwas überspitzt, soll es auch. Worauf ich aufmerksam machen möchte ist folgendes: Jede Nacht wenn ich die Uni verlasssen habe und ich von kleinen Kindern angeguckt wurde und die mich gefragt haben „hast du einen pesos?“ (20 cents) waren viele Glücksgefühle eigentlich sofort weg. Solche Momente ziehen einen seelisch runter. Weil die Menschen HIER haben wirklich nichts. Wenn man hinter sich einen „Palast aus Edelstahl und Glas“ hat und vor sich ein 13 jährigen Mädchen was jeden Tag die gleichen Klamotten trägt und wirklich kaum zu essen hat dann wird einem ganz anders. Dem Mädchen sage mal „nein, habe ich nicht“. – Wenn der Preis, um das nicht jeden Tag sehen zu müssen, mehr Steuern zu zahlen, mache ich das gerne.
Damit ich hier nicht ganz naiv dastehe: Ja ich weiß man kann eine führende Industrienation nicht mit einem Entwicklungsland vergleichen aber man sollte die Steuer einfach nicht ganz so negativ sehen.

Schönes ökologisches Deutschland: Es ist einfach lächerlich welche Gedanken Deutschland sich macht. In Deutschland versucht man mit hoch moderner Technik die letzten Prozente an Effektivität einzusparen. Hier müsste man einfach mal die Fenster der Räume schließen die Klimaanlagen benutzen. Diese Länder haben einfach keinen Sinn dafür Energie zu sparen. Das hat nichts damit zu tun, dass deren Industrie das nicht schaffen kann. Die Kultur ist dafür einfach nicht gemacht. Die Räume in der Uni waren IMMER zu stark klimatisiert, jeder schmeißt Papier auf die Straße und hier wird die „Gosse“ wirklich noch wie im Mittelalter benutzt.

Das ist dann auch der letzte Beitrag von meinem Auslandssemester. Hoffentlich haben euch meine / unsere Blogartikel zu Südamerika gefallen.

Posted in Auslandssemester Argentinien 2009
One comment on “Erfahrungsreview – Südamerika
  1. avatar Tobi sagt:

    Einen Nachtrag habe ich noch:

    Ich fand es ziemlich dumm, dass man in der Schule immer nur erklaert bekommt was „mir gehts gut“ oder „ich habe Lust auf Schule“ heißt. Nie bekam man die Vokabeln wie „schlechtes Wetter“ erklaert. Alles war so ueberspitzt positiv.

    Hier habe ich nun das Gegenteil erlebt. Die Menschen sind aufgrund der Kriese 2001 noch etwas niedergeschlagen und im Unterricht lernt man viele negativen Vokabeln.

    Das ist so ätzend, viel schlimmer als positive Vokabeln zu lernen.

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