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Die letzten Wochen im Reich der Mitte Part1

Das ging hier alles sehr schnell…

Mal ne kleine Zusammenfassung von der letzten Zeit:

  • Wir benutzen hier in der Firma eine VorVorwahl um ins Ausland kostengünstig zu telefonieren. Nun hat die Assistentin diese auf das Display vom Telefon geklebt, so dass niemand mehr sieht was er wählt!
  • Ein-Kind-Politik: Jeder hat nur ein Kind?Eigentlich sagt das Wort doch schon alles jedoch wenn man die Chinesen fragt wer alles Geschwister hat, schreien sie alle hier. – Wie geht das?Ich habe Mädchen kennengelernt die von der Familie abgeschoben wurden und die Familie somit ein neues Kind bekommen konnte. (hoffentlich dann einen Jungen…).Wenn man auf dem Land lebt darf jeder zwei Kinder haben. Viele die in der Stadt leben haben Geld und bezahlen einfach die Strafe und haben auch zwei Kinder.Was dieses Gesetz angeht, so gibt es viiiiele Ausnahme. Deshalb steigt die Anzahl der Chinesen stetig weiter.
  • Wie stellen sich Chinesen in die Schlange?  Wenn man seitlich in das Gebäude rein geht und es mehrere Schalter geht. Dann stehen ALLE beim ersten Schalter. Zu den Schaltern die weiter hinten liegen geht NIEMAND. Ist schon ein Problem wenn man zu faul ist zu denken…
  • Als ich einem Kollegen dieses Smiley  😛  geschickt habe, hat er mir per Mail eine Anleitung geschickt wie ich mich zu dem Laufwerk P auf dem Server verbinden kann!!So unterschiedlich sind die Kulturen, wir lachen nicht einmal auf die gleiche Art und Weise.
  • Narrenfreiheit für Ausländer. In China geht alles über Beziehungen. Wenn man nun Ausländer ist, fällt es besonders leicht welche zuknüpfen. Was dazu führt, dass sich die Ausländer in China sehr viel leisten können. So kommt es vor, dass man mit 160 in einer 70 Zone herumbrettert…
  • Letzten waren wir in Hong Kong und als wir so durch die Straßen gingen habe ich nur „guapo“ gehört und als ich mich umgedreht habe, guckten zwei Südamerikanerin mir entgegen. Können die ahnen, dass ich Spanish kann? Naja das hat meinem Ego gut getan. hehe
  • In China heißt es: Obey. Ob richtig oder falsch – die Chinesen folgen. Das Problem ist lediglich, wenn man ihnen zuviel Freiraum gibt. Das ist total bemerkenswert, umso mehr Möglichkeiten man ihnen lässt umso verstimmter werden sie. Die können sogar richtig wütend werden…
  • Händewaschen: Wie macht man das eigentlich? Kann man dazu eine Anleitung schreiben? Hier wird das ja schon kleinen Kindern jeden Tag gezeigt aber in China sind die dort teilweise überfordert. Manche gucken ganz erstaunt auf meine Hände wie ich das dann mache. Die vergessen zum Beispiel die Seife abzuspülen oder wissen nicht wie man die Hände an einander reibt. Das ist gar nicht so einfach… Frei noch dem Motto: Erst mit der Hand durchs Haar und wenn der Deutsche reinkommt, schnell zum Seifenspender greifen und die Hände einseifen.
Edit: Heute habe ich gesehen wie die Putzfrau der Firma den Wischmop für den Boden zum Fensterwischen genommen hat. Evtl. wundert die sich über Streifen am Fenter. 😉
  • In China ist alles billig. Das Problem ist nur, dass es auch nicht mehr wert ist. Mein Fernseher zum Beispiel: Wenn ich den lauter als „37“ stelle stürtzt der ab. Ich meine, das testet man beim Kauf ja auch nicht… Wie soll man das denn wissen?
  • Mein Kollege hat ein Telefon, wenn er angerufen wird und den Hörer abnimmt kommt alle 3-5 mal ein ohrenbetäubendes Quietschen. Aber eben nicht jedes mal… Es gibt Probleme, die wir gar nicht gewohnt sind!
  • Lied der Woche: „1,2 Polizei…“ – Rechnet man mit dem Lied wenn man im chinesischen Bus sitzt? Womit man hier alles so gequält wird…
  • Die Chinesen sind beim Essen so geschickt: Die können ne Banane mit dem Mund schälen! Also Mund auf Banane rein, kauen, Mund auf Schale raus! 😉 Nein das ist jetzt übertrieben aber wenn Chinesen und ich die gleichen Gerichte essen, sieht mein Teller immer aus wie sau und bei denen ist alles normal…

Es tut mir leid, dass es kein Fließtext geworden ist aber ich bin etwas im Stress und wollte diese Dinge nicht vergessen…

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Posted in Praxissemester China 2010

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