Auf der Suche nach der neuen Identität unserer Generation hat es uns in unsere Hauptstadt verschlagen. Als Europäer sollen wir uns fühlen, hat man uns damals in der Schule gesagt. Na wenn dem so ist, muss man doch zu mindestens einmal die Hauptstadt gesehen haben. Was wir dort gesehen haben war eine richtige Multikultistadt. In der U-Bahn konnte man viele europäische Sprachen entnehmen, zu nennen wären da aufjedenfall: Niederländisch und französisch (welch ein Wunder) aber auch englisch, spanisch und deutsch. Osteuropäische Sprachen haben wir selten gehört obwohl doch einige Autos mit polnischen Nummernschild unterwegs waren.
Obwohl der Lebensstandard in Brüssel sehr hoch ist, hatte man doch was die Straßensauberkeit anbelangt manchmal das Gefühl, dass man in Buenos Aires stehe. 🙂 Jedoch kommt einen der hohe Lebensstandard auch teuer zu stehen. Hauptgerichte unter 18 Euro sind sehr selten, für den Kaffe haben wir doch das ein oder andere mal 3€ bezahlt und für ein Pint legt man schon mal 4,60€ hin.
Wenn man solche Ausflüge mal macht, kann man das ja verkraften aber ich frage mich wie die sehr ausgehfreudigen Belgier das finanzieren. Ich befürchte schon, dass ich mal meine europäischen Steuern nach Spesenrechnungen von EU-Abgeordneten durchsuchen sollte…
Das gute jedoch an den EU-Abgeordneten ist, dass sie am Wochenende zuhause sind und somit die Hotels leer stehen. Also ist es ziemlich einfach gute Angebote zu finden (wahrscheinlich das einzige preiswerte an Brüssel). Unser Hotel war einfach nur klasse. Es war schön ausgestattet und zentral gelegen. Jedoch scheint die Servicewüste Deutschland eine Expandierende zu sein, die bereits Belgien eingenommen hat: Keinem Angestellten ob im Restaurant, Hotel oder sonst wo konnte man ein Lächeln entlocken.
Am zweiten Tag waren wir auf der Expo in Brüssel bei der Ausstellung von Pharao Tutankhamun. Es ist eine gute Ausstellung jedoch nicht überragend und somit keine 17,50€ je Person wert.
Im großen und ganzen kann man sagen, dass Brüssel super viele Ausgehmöglichkeiten anbietet und eine sehr abwechslungsreiche Stadt ist. Das Wochenende hat viel Spaß gemacht und wir haben einige Europäer 😉 kennen lernen dürfen. Man braucht sich vor einem Asiaten oder Amerikaner nicht für diese Hauptstadt schämen. 🙂
Und noch ein finde den Tobi Bild
Was ich sehr angenehm finde ist die Pflicht Blitzer anzukündigen:

Danke, dass ich auf diese Weise auch einmal in Brüssel sein durfte.
(Ich war schon mal in Belgien, aber in meinem Alter fehlt einem schon mal die Erinnerung).