Aus Waaaaahnsinn!!! wird jooooooa. Gut präperiert ging es für mich zum Pepsi Music Festival 2009:
- Enge Hose (im Sitzen bekomme ich mein Portemonaie nicht aus der Hosentasche)
- Geld in den Socken gesteckt
- Mit längerem T-Shirt bekleidet. (Das mir keiner in die Hosentasche greift)
Auf in den Kampf. Mit dem Colectivo ab zum Festivalgelände. Die ersten Bands habe ich mir nicht angetan. Ich bin gekommen als Faith No More gespielt hat. Fand ich ganz gut, hat mich aber nicht vom Hocker gehauen. Um 22.05 sollte DTH beginnen. Das konnten wir Deutschen aber nicht glauben 1) fangen Bands generell später an und 2) in Südamerika?!?!.
Als um 21.50 Campino die Bühne betrat waren wir doch recht verdutzt. Der war sogar zu früh! Ich konnte mich gerade noch nach ganz vorne drängen. Ach: Vielen Dank für meine Größe, liebe Eltern! Das macht sich, gerade auf einem Rockkonzert, ziemlich gut. Die Leute die um mich rumstanden waren die kleinen Latinos mit etwas dunklerer Haut als der Durchschnitt. Generell sind das die Leute auf die man in der Straße aufpassen muss. Kein Thema, Hände gegen die Hosentaschen drücken und einfach weiter abrocken!
Das hat super funktioniert die Stimmung war nicht ganz so gut wie in Rosario war aber aufgrund der Menschenmenge ein irres Erlebnis. Ca. am Ende, hat Campino einen Fan auf die Bühne geholt der „Paradies“ zuende singen sollte. Der Fan hat das echt super gemacht. Mit leichtem spanischen Akzent total lustig. 🙂 Als das Lied dann zu ende war, hat Campino zu ihm gesagt, du machst jetzt genau das gleich was ich mache! Danach hat er in die Richtung der Fans gefragt: AARREE YYOOUU RREEAADDYY??
Wie gesagt stand ich fast ganz vorne und mittig in der Bühne. Dann kamen die beiden auf die Zuschauer zugerannt und sind reingesprungen. Campino ist direkt in meine Arme gesprungen! In dem Moment musste ich natürlich meine Arme hochreißen damit das Stagediving auch klappt, is´ klar nech? War das ein Erlebnis, wahnsinn! Als er dann gelandet war, habe ich zweimal an meiner rechten Hosentasche eine Hand gemerkt. Daraufhin habe ich schnell die Arme runtergerissen und den kleinen Latino hintermit gewürgt. In dem Moment ist Campinos Oberkörper garantiert runtergesackt. Wenn jemand ein Video von dem Stagedive findet würde ich das gerne mal sehen. 🙂 Aufjedenfall war der Kerl richtig klein und hatte mega viel Angst. Ich hatte Angst vor mir selber, dass ich anderen soviel Angst machen kann! Seine rechte Hand ist aufjedenfall blitzschnell hinter seinem Rückenverschwunden. In der Zeit habe ich sein Taschen durchwühlt und an ihm vorbei habe ich mein Handy auf dem Boden gesehen. Ich also runter ins Getümmel. (Da in dem Moment Campino Stagediving gemacht hat. Sind natürlich alle hingeströmt und da war fast gar kein Platz! Als ich gerade nach dem Handy greifen wollte hat ein anderer (wahrscheinlich versehentlich) das Handy weggetreten. In dem Moment hörte ich nur wie Campino ne Death of Wall organisierte: also sind alle weggegangen und mein Handy lag friedlich alleine auf dem Boden. Da bin ich natürlich mit nem großen Satz hin. Das unmöglich ist wahr: Ich habe mein Handy noch!
Danach habe ich etwas ruhiger das Konzert von weiterhinten ausklingen lassen. Ich weiß nicht was mich alles in BsAs beschützt und Glück bringt, aber es macht es ziemlich gut. Viele der Ausländer hier haben schon mehr als ein Handy verloren. (Einer war zur Bank und hat 300 pesos abgehohen und alle drei 100 Pesos Scheine waren gefälscht!). Meiner Mitbewohnerin haben, Ladrones auf einem Roller, während des Telefonierens das Handy geklaut. Es gibt somit Dinge auf die man keinen Einfluss hat.

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