bouquet

Willkommen Bolivien, Tschüß fließend Wasser

Wir leben noch – Wir sind gerade aus dem Regenwald zurück und werden nun nach und nach die Berichte reinstellen. (Wir sind etwas hinterher, ja das wissen wir. Nur haben wir uns mit unserem Besuch im Regenwald neben dem Wasser auch vom Strom verabschiedet. 😉 Aber, es wird nun täglich ein Bericht kommen, freut euch! 🙂 )

Wie wir euch bereits berichtet haben würde der Backpacking Abenteuer nun erst richtig starten. Da wir ab nach Bolivien sind, war dem auch so.

Also wie ihr wisst, haben wir den Bus in San Salvador de Jujuy verlassen. Das war gegen Mittag. Dann sind wir zur Information des Bus-Terminals gegangen um uns nach den nächsten Bussen zu erkundigen. Dort wurde uns gesagt, dass man lieber die Busse später nehmen sollte damit wir nicht mitten in der Nacht an der Grenze ankommen. Der Mann sagte uns es sei „sympathischer“ wenn man am helligten Tag akommen würde. Dem wollen wir nicht wiedersprechen und haben uns einen Bus für 01:00 genommen und sind morgens um 6 Uhr angekommen. Bis um ein Uhr sind wir in einem Restaurant geblieben und haben Mones Propädeutikum weiter geschrieben. Nun waren wir also in La Quiaca der Grenzstadt argentiniens.  Die Grenze hat uns ca. 1,5h gekostet!! Doch das Schlimme war, dass die Grenze erst 1h später aufgemacht hatte und wir somit in der Kälte bibbern durften. Jetzt weiß ich die EU zu schätzen!! Man ist das geil. Aber hej, hier ist alles billig…

In Villazón, der Grenzstadt boliviens, angekommen waren wir nun mitlerweile 25h auf den Beinen. Mussten dort wieder warten bis das Fremdenverkehrsbüro aufmacht. Damit wir eine unabhängige Meinung haben welche Busunternehmen gut sind und welche nicht. Total übermüdet mitlerweile fiel es recht schwer gut gelaunt zu bleiben zumal es kalt und dreckig war und außerdem die Stadt nicht sehr vertrauenswürdig aussah. Aber hej, hier ist alles billig…

Nachdem wir uns eingestehen mussten, dass nur weil die Öffnungszeiten 8 Uhr besagen, noch lange nicht heißt, dass das Büro auch um 8 Uhr öffnet sind wir einfach ins Terminal gegangen und haben uns selber umgeguckt. Das Problem war in die Stadt wo wir hinwollen kein Bus morgens abfuhr. Da Villazon aber sooo häßlich und ungemütlich ist,  haben wir uns einfach die ganzen bolivianischen Städte übersprungen und sind direkt nach La Paz (Grenze zu Peru) gefahren. Das ganze lief dann so ab: 9€, 18 Stunden, in einem Schulbus, ohne Toilette an Bord. Aber hej, hier ist alles billig…

Da es keine Toilette gab, haben wir 5 unterschiedliche Orte angefahren. Dort konnte man dann auf Toilette gehen. Wie diese dann aussahen guckt ihr euch am besten selber an:

Das Prinzip war folgendes, man bezahlt 1 Bolivianos, bekommt Klopapier und einen Kanister. Nun geht man hin zum Fass und fühlt den Kanister mit Wasser voll, verrichtet das Geschäfft und spühlt danach. Nein es war keine Ausnahme, es war immer so! In Santa Cruz, Sucre und La Paz nicht aber sonst ohne Ausnahme… Aber hej, hier ist alles billig…

Warum ich das immer schreibe? – Viele in Buenos Aires haben mir gesagt, Bolivien sei zwar etwas gefährlicher aber viel billiger und haben mich dabei glücklich angeguckt. Studentenleben, also mit wenig über die Runden kommen. Das ist doch total in Ordnung. Aber das…

Bevor ich hier aber total in Selbstmitleid verfalle, nach 2,5 Tagen sind wir in La Paz im Hostel angekommen und es wird nun etwas besser. 😉

Posted in Südamerika 2010

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