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Und wieder in Iquitos

Als wir also wieder mit dem Boot in der Zivilisation angekommen sind, haben wir uns am gleichen Abend nur ausgeruht und sind noch essen gegangen… Das war auch ganz gut, denn der letzte Tag in Iquitos hat auch die letzten Nerven gekostet… Ich dachte auf unserer Tour besonders in den ganz armen Gebieten zum Beispiel in Bolivien hätten wir schon einiges gesehen: nichts gegen das was heute kam. Es hatte schon einen Grund warum uns abgeraten wurde allein diese Stadtteile von Iquitos zu besuchen. Mit der gleichen Gruppe, mit der wir auch durch den Regenwald gereist sind, ging es nun in Richtung „Mercado Belem“. Marco der Deutsche, Eduardo der Argentinier mit einem Freund den er kurzerhand im Hostel aufgegabelt hatte, unser alter Guide sowie Tobi und ich sind hier zusammen losgelaufen… Aber als wenn das nicht genug wäre gab es noch irgendwelche Personen die zwei Meter vor und hinter uns gelaufen sind, um uns abzusichern. Außerdem wurden wir unzählige Male darauf hingewiesen unsere Wertsachen auf keinen Fall aus dem Auge zu lassen. Naja in dieser Konstellation ging es dann los, wir haben schon Meter vorher gemerkt, dass wir dem Markt näher kommen denn der Gestank hatte schon alles angekündigt. So etwas habe ich noch nie gerochen, das war unglaublich, man musste wirklich mit dem Würgen kämpfen und bekam kaum Luft. Auch war die Armut erschreckend, regelmäßig sind uns Leute entgegengekommen und haben uns festgehalten, die sich kaum noch auf den Beinen halten konnten und Essen oder Geld wollten.

Aber nun zu den Dingen die wir gesehen haben, auch wenn das nicht gerade besser wurde. Man muss sich erinnern das wir in einem Land waren, in dem es weder Vorschriften zu Lagerung von Essen gab, noch irgendwelche Hygienevorschriften oder Tierschutzgesetze, daher auch der Gestank. In Bezug suf Tiere mussten wir uns hier einiges ansehen, aber ich denke das ist hier der falsche Ort für solche Geschichten… Wen das interessiert der kann uns ja nochmal direkt ansprechen. Das Essen sollte man hier übrigens auch nicht kaufen 😉

Diesen Fisch wollte Tobi übrigens per Hand fangen, weil der im Amazonas immer gegen das Boot gesprungen ist. Er war dann doch ganz froh, dass das nicht geklappt hat, als er gesehen hatte was der Fisch für Zähne hat 🙂

Dann kommen wir hier mit zur Tierquälerei, zu Sachen die bei uns unter Artenschutz fallen, zu ekligen Sachen und zu Skurrilem…

Das sind übrigens die Larven, die wir auch im Regenwald gegessen haben.

Ich musste einges rauslassen, denn euch soll das lesen ja auch noch etwas Spaß machen. Aber auch wenn manche Sachen wirklich schlimm sind muss man doch immer noch bedenken, dass wir in einer anderen Kultur waren. Wir haben immer wieder gesehen, wie die Einheimischen unmöglich mit ihrer Umwelt und den Lebewesen in ihrer Umgebung umgehen. Das Verständnis um etwas ändern zu können ist hier noch nicht angekommen und wird wohl auch noch dauern. Aber letztendlich war es unser Ziel eine neue Kultur kennen zu lernen und das durften wir hier!!!

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4 comments on “Und wieder in Iquitos
  1. avatar Maren sagt:

    also eines Vorweg interessanter Artikel! Was ich als erstes anmerken möchte könntet Ihr mir beim nächsten Trip dahin so eine Rolle Zigaretten mitbringen (=

    Aber Herr Gott wenn mich sich die Bilder anschaut könnte man meinen auf einer PETA-seite galandet zu sein *schüttel* das mit den Schildkröten ist echt fies… Man muss aber sagen die Bilder für sich sind gut geschossen. Ach und was ist das für ein knuddeliges orangefarbenes Tierchen auf dem Käfig? Könntet ihr mir sowas dann auch samt Zigarettenrolle mitbringen? Ich würde es Muckel taufen und auch ganz doll lieb haben (Das Tier natürlich).

    Was ich aber echt wissen wollen würde, was ist das schwarze Zeug in der blauen Schüssel auf dem Bild mit den 7 Flaschen? Noch eine letzte Frage besagter Fisch ist, nehme ich mal an, ein Essbarer. Habt ihr aus seinem Artgenossen, aus Rache, ein leckers Abendmahl gezaubert? …

    Braucht natürlich nur die ernst gemeinten Fragen beantworten 😛 Die Bilder gaben mir einfach zuviel Input siehe oben mein schriftliches Produkt nebst große Augen machen und Kiefer fallen lassen….

    Glg

  2. avatar Tobi sagt:

    @ zigaretten.

    Hier in China kostet ne Schachtel 0.30€ (die Billigsten)
    Die Teuersten 3.00€. (Was ich so als Nichtraucher durch Zufall gesehen habe.)

    Ich weiß nicht was in der blauen Schuessel ist, habe aber eine Vermutung…

  3. avatar Maren sagt:

    Hmm dann sollte man als Raucher wohl nach China ziehen ….
    oder eben das Rauchen sein lassen ich weiß -_-

    Ähm was wäre denn deine Vermutung?

  4. avatar Tobi sagt:

    Wenn man in China ist, ist es egal ob man Raucher ist oder nicht.
    Die Lunge wird aufgrund der Luftverschmutzung eh so belastet, dass das nicht mehr soviel ausmacht. 😉

    Ist halt nur fuer die Kleidung angenehmer wenn man nicht raucht.

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