Unseren Rückflug haben wir so gebucht, dass wir zum Fasching in Ganderkesee wieder hier sind.
Es war, wie erwartet ein super Wochenende. Alles hat gepasst. Aber ich lasse die Bilder lieber sprechen:

Unseren Rückflug haben wir so gebucht, dass wir zum Fasching in Ganderkesee wieder hier sind.
Es war, wie erwartet ein super Wochenende. Alles hat gepasst. Aber ich lasse die Bilder lieber sprechen:
Dinge die ich gelernt habe:
Der Weg ist das Ziel. Geniesse den jetzigen Moment mit deinen Freunden und Mitmenschen. (Die nette Dame von der Pastafabrik hatte zu mir letztens gesagt: Du kommst ja auch nur wenn du Hunger hast. Da war ich etwas geschockt, natürlich komme ich nur wenn ich Hunger habe. Ich bin ja auch in einer Pastafabrik. Hier ist das alles etwas anders, hetze nicht soviel sondern genieße den jetzigen Moment mit deinen Mitmenschen.
Warum Geld verdienen um glücklich zu sein? Sei jetzt glücklich! Warum 18 Stunden am Tag arbeiten um 2 Wochen auf die Malediven zu fliegen? Nutze doch lieber jeden Tag mit deinen Freunden und trink einen Tee zusammen, triff dich mit Ihnen etc. Somit hast du nicht 14 Tage pro Jahr Spaß sondern 365.
Ich mag die Steuern in Deutschland. Das klingt jetzt etwas überspitzt, soll es auch. Worauf ich aufmerksam machen möchte ist folgendes: Jede Nacht wenn ich die Uni verlasssen habe und ich von kleinen Kindern angeguckt wurde und die mich gefragt haben „hast du einen pesos?“ (20 cents) waren viele Glücksgefühle eigentlich sofort weg. Solche Momente ziehen einen seelisch runter. Weil die Menschen HIER haben wirklich nichts. Wenn man hinter sich einen „Palast aus Edelstahl und Glas“ hat und vor sich ein 13 jährigen Mädchen was jeden Tag die gleichen Klamotten trägt und wirklich kaum zu essen hat dann wird einem ganz anders. Dem Mädchen sage mal „nein, habe ich nicht“. – Wenn der Preis, um das nicht jeden Tag sehen zu müssen, mehr Steuern zu zahlen, mache ich das gerne.
Damit ich hier nicht ganz naiv dastehe: Ja ich weiß man kann eine führende Industrienation nicht mit einem Entwicklungsland vergleichen aber man sollte die Steuer einfach nicht ganz so negativ sehen.
Schönes ökologisches Deutschland: Es ist einfach lächerlich welche Gedanken Deutschland sich macht. In Deutschland versucht man mit hoch moderner Technik die letzten Prozente an Effektivität einzusparen. Hier müsste man einfach mal die Fenster der Räume schließen die Klimaanlagen benutzen. Diese Länder haben einfach keinen Sinn dafür Energie zu sparen. Das hat nichts damit zu tun, dass deren Industrie das nicht schaffen kann. Die Kultur ist dafür einfach nicht gemacht. Die Räume in der Uni waren IMMER zu stark klimatisiert, jeder schmeißt Papier auf die Straße und hier wird die „Gosse“ wirklich noch wie im Mittelalter benutzt.
Das ist dann auch der letzte Beitrag von meinem Auslandssemester. Hoffentlich haben euch meine / unsere Blogartikel zu Südamerika gefallen.
Nach dem wir unsere Rundreise beendet hatten, ging es noch ein letztes Mal (zumindest vorerst) nach Buenos Aires. Auch hier hatten wir eine schöne Zeit, aber trotzdem lag der Abschied in der Luft… DIe Woche fing damit an dass wir Tobis Freunde verabschiedet haben, Kike und Cesar.
Außerdem konnten wir nicht in Tobis alte Wohnung zurück, weil die mitlerweile wieder vermietet war, also hieß es Koffer abholen und in das nächste Hostel, mit dem wir wirklich glück hatten! Dann waren wir noch bei Tobis Pastafabrik, bei der er sich fast sein ganzes essen geholt hat, wenn es nicht gerade Sushi-Pop war 😉 Außerdem haben wir vergeblich versucht für den Faching in Ganderkesee Kostüme zu bekommen und waren zu Avatar im Kino…
Und dann war es auch langsam soweit, dann ging es damit los, sich von den ganzen Leuten zu verabschieden, die Abschiedsfeier zu feiern und sich auf den Weg zurück nach Deutschland zu machen… Es war eine tolle Zeit, wir haben viel erlebt und viel gelernt. Wir haben nette Menschen kennen gelernt und Erahrungen gesammelt. Ich war zwar nur für etwas mehr als 6 Wochen in Südamerika, aber selbst mir viel der Abschied schwer. Diese Reise hat auf jeden Fall lust auf mehr gemacht und ich freue mich jetzt schon auf unsere nächste große Tour 🙂 Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns nocheinmal bei allen bedanken, die uns das ermöglicht haben und die wir kennen gelernt haben… Es war wirklich toll 🙂
Nun, nachdem wir den Regenwald überstanden haben, ging es zu unserer letzten Haltestelle: Lima. Hier stand das erste Mal eine richtige Stadtführung auf dem Programm. Der Deutsche, bei dem wir in der Lodge gelebt haben, arbeitet eigentlich als Arzt in Lima und hat uns deswegen hier noch etwas herum geführt.
Eine Sehenswürdigkeit war ein Kloster vom Franziskanerorden. Hier war unteranderem eine Art Friedhof für Reiche. Leute die damals viel Geld oder ein hohes Ansehen hatten, durften hier begraben werden. Das heißt hier gab es einen ganzen Keller voller Knochen. Die letzten Franziskaner haben sich sogar noch die Mühe gemacht, diese zu sortieren. Übrigens mussten hier Absperrungen gebaut werden, da sich viele Besuche Knochen als Andenken mit nach Hause genommen haben…
Derjenige der damals diesen Orden geführt hat, hatte auch verboten, dass die Tauben auf seinem Grundstück umgebracht werden… Was dabei raus gekommen ist, sieht man hier glaube ich ganz gut 😉 Diese Tradition wird nämlich so weiter geführt und den Touristen wir dazu noch Vogelfutter verkauft.
Da Lima direkt am Meer liegt, haben wir auch versucht zu surfen. Da ich mir nach dem dritten Versuch das Brett auf die Nase gehauen habe, ist es bei mir auch bei dem Versuch geblieben 😉 Bei Tobi sah das alles schon etwas besser aus, aber im Großen und Ganzen ist Windsurfen einfach geiler 🙂
Und hier war unser letzter Abend in Lima, eine wirklich schöne Stadt, besonders im Vergleich zu dem was wir sonst so gesehen haben 🙂
Heyho,
ich wollte mal sozialkristisch auf eine Tatsache aufmerksam machen die jeder mitbekommen hat aber im Verhältnis zu einem Tokio Hotel-Auftritt kaum Beachtung findet. Dieser Kurzfilm spiegelt auf satirische weise den Verfall der Freiheit in unserem Rechtssystem wider. Ich möchte nicht alles schlecht reden, die Politik macht in unserem Land sehr viel weniger Fehler als in Argentinien zum Beispiel jedoch ist die negative Tendenz bedrohend für die Freiheit unser aller.
p.s. Ja ich stelle diese Wche noch neue Beiträge über Hong Kong und China ein. 🙂
Als wir also wieder mit dem Boot in der Zivilisation angekommen sind, haben wir uns am gleichen Abend nur ausgeruht und sind noch essen gegangen… Das war auch ganz gut, denn der letzte Tag in Iquitos hat auch die letzten Nerven gekostet… Ich dachte auf unserer Tour besonders in den ganz armen Gebieten zum Beispiel in Bolivien hätten wir schon einiges gesehen: nichts gegen das was heute kam. Es hatte schon einen Grund warum uns abgeraten wurde allein diese Stadtteile von Iquitos zu besuchen. Mit der gleichen Gruppe, mit der wir auch durch den Regenwald gereist sind, ging es nun in Richtung „Mercado Belem“. Marco der Deutsche, Eduardo der Argentinier mit einem Freund den er kurzerhand im Hostel aufgegabelt hatte, unser alter Guide sowie Tobi und ich sind hier zusammen losgelaufen… Aber als wenn das nicht genug wäre gab es noch irgendwelche Personen die zwei Meter vor und hinter uns gelaufen sind, um uns abzusichern. Außerdem wurden wir unzählige Male darauf hingewiesen unsere Wertsachen auf keinen Fall aus dem Auge zu lassen. Naja in dieser Konstellation ging es dann los, wir haben schon Meter vorher gemerkt, dass wir dem Markt näher kommen denn der Gestank hatte schon alles angekündigt. So etwas habe ich noch nie gerochen, das war unglaublich, man musste wirklich mit dem Würgen kämpfen und bekam kaum Luft. Auch war die Armut erschreckend, regelmäßig sind uns Leute entgegengekommen und haben uns festgehalten, die sich kaum noch auf den Beinen halten konnten und Essen oder Geld wollten.
Aber nun zu den Dingen die wir gesehen haben, auch wenn das nicht gerade besser wurde. Man muss sich erinnern das wir in einem Land waren, in dem es weder Vorschriften zu Lagerung von Essen gab, noch irgendwelche Hygienevorschriften oder Tierschutzgesetze, daher auch der Gestank. In Bezug suf Tiere mussten wir uns hier einiges ansehen, aber ich denke das ist hier der falsche Ort für solche Geschichten… Wen das interessiert der kann uns ja nochmal direkt ansprechen. Das Essen sollte man hier übrigens auch nicht kaufen 😉
Diesen Fisch wollte Tobi übrigens per Hand fangen, weil der im Amazonas immer gegen das Boot gesprungen ist. Er war dann doch ganz froh, dass das nicht geklappt hat, als er gesehen hatte was der Fisch für Zähne hat 🙂
Dann kommen wir hier mit zur Tierquälerei, zu Sachen die bei uns unter Artenschutz fallen, zu ekligen Sachen und zu Skurrilem…
Das sind übrigens die Larven, die wir auch im Regenwald gegessen haben.
Ich musste einges rauslassen, denn euch soll das lesen ja auch noch etwas Spaß machen. Aber auch wenn manche Sachen wirklich schlimm sind muss man doch immer noch bedenken, dass wir in einer anderen Kultur waren. Wir haben immer wieder gesehen, wie die Einheimischen unmöglich mit ihrer Umwelt und den Lebewesen in ihrer Umgebung umgehen. Das Verständnis um etwas ändern zu können ist hier noch nicht angekommen und wird wohl auch noch dauern. Aber letztendlich war es unser Ziel eine neue Kultur kennen zu lernen und das durften wir hier!!!
Unsere Reise in den Regenwald fing mit eine 3 stündigen Bootsfahrt über den Amazonas an, bei der nach halber Strecke unser Motor ausfiel… Also trieben wir auf einem Seitenarm so vor uns hin und mussten auf Hilfe warten. Ein einheimisches Boot ist zum Glück vorbeigekommen und hat einen der Mitarbeiter mitgenommen um nen neuen Motor aus einem befreundetem Nachbardorf zu holen.
Um das einmal genauer zu erklären: Tobi und ich sind mit einem weiterem Besucher (ein Argentinier) in eine Lodge gefahren. Es gibt reltiv luxuriöse (fast) Hotels, wir haben uns aber mehr für den Abenteuerurlaub entschieden. Das heißt: kein warm Wasser und kein Strom, auch hatten wir keine festen Wände. Das war eine sehr kleine Anlage, die auf Pfählen gebaut war, damit Schlangen und Spinnen einem möglichst nicht über den Weg kriechen. Da diese sich aber nur bedingt von Treppen abhalten lassen, war das wohl eher für die Besucher, damit die sich zumindest etwas sicherer fühlen. Auf den Pfählen gab es mehrere kleine Räume, jeweils für 2 bis 4 Personen. In jedem Raum gab es eine Dusche ( aufbereitets Regenwasser), eine Toilete, ein Waschbecken, eine Hängematte, Betten, ein Regal und eine Ölleuchte. Die Zimmer hatten als Wände und Dach Fliegengitter. Das heißt, man hat alles gehört und gesehen, also Nachts die Glühwürmchen vorm Fenster und eine unglaublich schöne Geräuschkulisse (wenn zu anfang auch etwas unheimlich). Abends haben wir den Raum mit seiner Öllampe abgesucht um zusehen, ob irgendwelche giftigen Tiere in die Wohnung gekommen sind, was hier und da auch mal vorkam (Spinnen). Auch kam es vor, dass man mit Gekos geduscht hat, wenn diese gereade über einem über das Fliegengritter liefen. Aber unglaublich schön 🙂
Und dann war da noch das Team, dass uns betreut hat: einmal Marco, ein deutscher Arzt der seid mehreren Jahren in Peru arbeitet und sich diese Lodge aufgebaut hat. Dann ein Koch, ein Leiter der den Regenwald studiert hat und ein Einheimischer der den Regenwald wie seine Westentasche kennt. Mit diesen beiden sind wir immer auf die Touren gegangen…
Wir waren 4 Tage im Regenwald und jeden Tag etwa der gleiche Ablauf. Am ersten Tag sind wir mit dem Boot hingefahren, haben auf dem Boot gegessen, haben uns die Zimmer angeguckt und das Gepäck reingetragen, Verhaltensregeln & Sicherheitsmaßnahmen geklärt und sind dann auf eine Tour durch den Wald gegangen. Danach gab es Abendbort (unteranderem Korkodil), mit dem Arzt und unserem Guide um Fragen zur Tour und dem Aufenthalt zu klären und anschließend sind wir zur Nachtfahrt im Kanu aufgebrochen (Kaimane beobachten und fangen).
Am zweiten Tag sind wir dann um 6.00 aufgestanden um Vögel beim Frühstück zu beobachten: wir sind wieder mit dem Kanu los und es hat sich gelohnt… unglaublich viele Vögel und wahnsinnig schön. Dann haben wir selbst gefrühstückt und sind zur nächsten längeren Tour etwas tiefer in den Regenwalt gegangen. Hier haben wir fast alles gemacht… Larven gegessen, Termiten in unseren Händen verrieben um uns vor Moskitos zu schützen, haben riesen Käfer gefunden, aus Bäumen getrunken und so weiter. Wieder zurück gab es Mittagessen und einen Besucheer. Unterunserem Essraum hatte sich eine Schlange versteckt die unter Umständen tödlich sein kann. (Diese gleiche Art hat mal ein Mädchen aus dem Nachbardorf angegriffen, der daraufhin das Bein amputiert werden musste). Nach der Schlangenkunde ging es dann aber erstmal auf die nächste Bootstour. Wir sind wieder über einen Seitenarm an dem wir uns eine Lotusblüte angesehen haben, zum Amazonas gefahren um mit Delfinen zu schwimmen. Zwar konnten wir diese nicht anfassen, aber die sind nur wenige Meter neben uns geschwommen und gesprungen. Dann sind wir wieder zwei einhalb Stunden zurück gefahren, haben gegen 21.00 Abendbrot gegessen und sind nach einem sehr anstrengendem Tag ins Bett gefallen.
Am dritten Tag durften wir etwas ausschlafen, denn Frühstück gab es erst um 8.00 🙂 Danach sind wir mit dem Kanu an eine Stelle zum Wandern gefahren, wo auch die Eingeborenen selten unterwegs sind, denn hier leben die größeren Tiere ungestört. Auf dieser Tour haben wir wieder einige Spinnen, Schlangen, Affen, sogar ein Faultier und einen Teufelsrochen gesehen. Dann wieder zurück zum Mittag essen etwas ausruhen (über 30C ° und 99% Luftfeuchtigkeit machen einem dann doch zu schaffen). Danach sind wir mit dem Boot los gefahren zum Piranhas angeln. Tobis erstes mal angeln in seinem leben und schon hatte er nen Piranha 🙂 Da es wieder sehr warm war, sind wir danach wieder schwimmen gegangen. Also Angeln reingeholt und in die Mitte des Sees gefahren… Zwar etwas skeptisch aber dankbar für die Abkühlung sind wir dann auch etwas zögerlich reingesprungen. Danach ging es dann wieder essen und auf eine Nachtwanderung um etwas größere Schlangen und Spinnen zu suchen. Nicht sehr angenehm, denn auf fast allen Bäumen und Blättern sitzen iregndwelche Viecher und man sieht da Nachts nur wirklich wenig.
Der vierte Tag bzw. die Nacht waren für mich nicht so toll. Irgendetwas hatte mich am Tag zuvor beim Wandern oder Schwimmen gebissen, gestochen oder ich habe etwas verschluckt. Konnte man hinterher nicht mehr sagen. Auf jeden Fall hatte ich in der Nacht Magen – Darmbeschwerden , Kopfschmerzen, Schwindel und Fieber. Zum Glück hatten wir den Arzt dabei, der mir zur Sicherheit ein Breitbandantibiotikum gegeben hat, weil eben keiner wusste was das war. Ich bin den vierten Tag also erstmal im Bett geblieben während Tobi und der andere Argentinier sich das Nachbardorf angesehen haben. Danach war für etwa 11.00 die Abfahrt nach Iquitos geplant. Ich habe die 5 Stunden Rückfahrt liegend im Boot und dank meinem Magen auch ohne Essen und Trinken verbracht. Dem entsprechend war ich auch sehr wackelig auf den Beinen als wir dann angekommen sind. Tobi und eine fremde Frau haben mich dann aus dem Boot gehieft und auf einen Hocker an den Straßenrad gesetzt. Ich selbst habe dank dem Fieber kaum etwas mitbekommen aber ich muss wohl doch sehr krank ausgesehen haben, denn aufeinmal stand das halbe Dorf um mich herrum: Dies meisten haben mir den Kopf getätschelt, die Hände auf meine Hände und Schultern gelegt, haben mir auf Rücken, Stirn und unter die Nase irgendwelche Salben geschmiert und mich mit Ketten und Armbändern behangen. Tobi hat mir hinterher erzählt, dass die sich darüber unterhalten haben, was ich wohl habe und von Dengue über Gelbfieber bis hin zu Schlangenbissen war alles dabei und mich schon für fast tod erklärt. Der Arzt kam dann aber in etwa zur gleichen Zeit, wie die Salben und Ketten, mit Elektrolyten wieder. Etwa eine halbe Stunde später ging es mir wesentlich besser und am Abend war ich nur noch schlapp. Ob das nun an Salben, Ketten oder Elktolyten lag sei mal dahin gestellt, aber zu sehen wieviel diese Menschen alle zu geben haben, obwohl kaum etwas besitzen war schon unglaublich…
Abschließend kann man sagen dass wir ganz andere Erwartungen an den Regenwald hatten. Wir hätten damit gerechnet, dass es im Regenwald mehr bunte Pflanzen und Blumen gibt aber auch mehr Tiere. Wir haben zwar einiges gesehen, aber man ist doch in der Wildnis und muss sehr lange an bestimmten Orten suchen, um die interessanten Dinge zu finden. Im Gegensatz zum Amazonas: Dieser Fluss ist unglaublich und das eigentliche Leben spielt sich um diesen größten Fluss der Welt, so wie um seine Seitenarme ab. Eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen finden sich hier wieder und die Natur ist einfach nur Atemberaubend… Auch wenn dieser Aufenthalt, einer der anstrengensten und wohl auch am gefährlichsten war, würde ich das jedem weiterempfehlen! Das alles war schon eine ganz besondere Erfahrung!
Wenn wir euer Interesse geweckt haben sollten, guckt einfach unter: Amazonaction.org
Und liebe Grüße an Marco 🙂
Nachdem wir in Lima die letzten Vorbereitungen für den Regenwald getroffen hatten, ging es nach Iquitos. Dies ist eine kleine Stadt die mitten im Regenwald liegt und nur mit dem Flugzeug zu erreichen ist. Hier haben wir noch eine Nacht verbracht, bevor es von hier aus los gehen sollte. Die Stadt ist relativ klein und auch arm, so dass wir nur in bestimmten Gegenden allein sein durften. (Die anderen Gebiete haben wir uns für später aufgehoben, um dann in Begeleitung sicherer zu sein) Ansonsten haben wir uns an diesemTag noch mit langen Sachen für den Regenwald ausgerüstet, da wir nur blaue sachen mit hatten. Das war die schlechteste Farbe, weil diese die ganzen Mücken und den Krabbelkram anlockt… Dann waren wir noch in einem kleinen Café Kuchen essen und Saft trinken 🙂 Hier werden fast alle Getränke aus irgendwelchen Früchten gepresst, es gibt sogar Lokale die keine anderen Getränke als die Säfte haben… Auf jedenfall saßen wir gemütlich im Café als ein Bettler von draußen reinkommt und fragt ob er unserer Essen haben könne. Da wir noch nicht fertig waren, haben wir ihm gesagt, dass wir das selbst noch essen und dass das deswegen nicht gehe. (Hier wird man auch durch Plakatktionen davor gewarnt Bettlern Essen und Senden zu geben, da diese sonst, nicht aus eigener Kraft, bzw. durch die Hilfen des Staates auf eigene Füße kommen) Hat den aber nicht weiter interessiert, denn er hat sich dann den Kuchen genommen den er wollte und zog von dannen. Naja wir waren etwas verdattert und erstaunt wie selbst verständlich das hier ist, dass „Weiße“ zu geben haben. Sind dann langsam wieder ins Hotel gegangen und haben uns auf den nächsten Tag gefreut, den Start in unser Regenwaldabenteuer 🙂
Ja, nach jedem tollen Erlebnis, was Macchu Pichu definitiv war, kommt eine Busreise… Nach den ganzen letzten Erfahrungen, die ja in Bezug auf Busse nicht sehr postiv waren, haben wir gedacht, gehen wir mal auf Nummer sicher. Wir sind in den Busbahnhof von Cusco gegangen um uns zu erkundigen. Wir haben auch ein super Unternehmen gefunden, das einen sehr guten und gepflegten Eindruck gemacht hat (für die Verhältnisse in Peru). Um aber keine bösen Überraschungen mehr zu überleben, haben wir zusätzlich erste Klasse gebucht. Das heißt hier, man sitzt in einem Extraraum mit neun Leuten, auf größeren und breiteren Sitzen. Der Raum war sehr gemühtlich und recht sauber, also haben wir uns schon einmal auf eine schöne, ruhige Busfahrt gefreut. Allerdings wurden wir 10 Minuten später eines besseren belehrt. Nur weil man mehr Geld ausgibt heißt das noch lange nicht, dass man etwas besseres bekommt, das Glück muss stimmen! Wir sind dieses mal nämlich mit zehn, statt den versprochenen neun gefahren… Eine Mutter hatte den extrabreiten Sitz gebucht, um den zweiten Sitz für ihren Sohn zu sparen und dieser hat eindeutig klar gemacht, was er von Bus fahren hält… Dieser hat in regelmäßigen Abständen wie am Spieß geschrien, unglaublich. Wo dieses Kind die Kraft hergenommen hat, weiß ich nicht, aber es hatte auch ein Talent dafür mit dem Schreien anzufangen, wenn entweder ein guter Film lief oder der Rest am schlafen war. Das kann man nicht beschreiben, da hättet ihr bei sein müssen.
Mit Filmen sind wir jetzt beim nächsten Thema… ersteinmal war es nicht möglich wie sonst, seine Kopfhörer einzustecken und sich dann einen Film auszusuchen, nein alle mussten den sehen, egal ob sie wollten oder nicht… Als erstes lief wieder ein schlechter Kongfufilm, als wir uns dann beschwert haben lief 2012, was wesentlich besser war. Danach haben alles geschlafen und morgens ging es los! Ab dem Frühstück MUSSTEN wir uns 5 Teile von Bloodsports 1-6, ansehen. Unglaublich, nur Kampfsport mit ner richtig schlechten Handlung und vor allem immer das gleiche! Ich glaube das waren die schlechtesten Filme, die ich jeh gesehen habe. Naja aber auch diese Busfahrt ist irgendwann vorbei und wir sind heil in Lima angekommen.
In Lima angekommen, sind wir, nachdem wir unser Hostel eingecheckt hatten, zu Pizzahut und Starbucks gegangen. Nach der Busfahrt mussten wir uns mal was gönnen 😉 Im Hostel haben wir uns dann mit dem Besitzer der Lodge im Regenwald verabredet um die letzten Fragen zur Reise zu klären. Das war schon sehr interessant… Ein deutscher Arzt der schon einiges erlebt hat, also Irak, Afrika eigentlich das ganze Programm. Macht dann natürlich erstmal nen besseren Eindruck, wenn man weiß man geht mit nem Arzt durch den Regenwald 🙂 – Den wir dann auch brauchten. Aber seht selber 😉
Ja, wir sind heil zurück aus Machu Pichhu. Leider aber ohne Helikopter… Dafür haben wir eine total überteuerte Zugfahrt genommen. Das war die luxuriöste Zugfahrt in meinem Leben. Der Wahnsinn! Dumm nur, dass es der einzige Weg nach Machu Pichhu ist und man somit diesen nehmen muss. (Wenn man keinen vier-tages-inka-trial machen will.)
Am Anfang war ich aufgrund dieses Preises sehr verärgert. Aber als wir angekommen sind, kam ich zu der Erkenntnis, dass ich diesen Preis jedes mal wieder in Kauf nehmen würde um Machu Picchu zu sehen. Die Aussicht war viel besser als es auf den Bildern rüber kommt. Das Problem ist, dass man mit Kameras diese Landschaft aufgrund der Höhen und Distanzen der Berge so schwer aufnehmen kann.
Aber nun ersteinmal zu der Fahrt: Laut dem Spiegelbericht können sie diese Schienen nun gebrauchen. 😉 – Tut dem Privat- unternehmen Perurail nur recht, dass die auch mal Kosten haben. Wir haben selbst eine Notbremsung gemacht weil ein Stein auf die Schienen gefallen ist, ist aber nichts passiert. Als wir die Strecke fuhren waren die Wassermassen schon imposant, aber alles noch befahrbar. Das wird sich sicherlich in den letzten Tagen noch um einiges gesteigert haben.Zwischenzeitlich mussten wir uns eingstehen, dass der Weg zu fuß doch erschwerlich war – insbesondere bei diesen Wetterverhältnissen. Wir können aber dennoch nur jedem empfehlen sich diese Baukunst sich einmal anzugucken. Das gehört auf jede Bucket List (genauso wie dieser Film im übrigen)
Da habe ich auch gleich den Inka- fernseh- sessel entdeckt. 😉 aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaMone war da eher die Genießerin der Aussicht.